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David: Laß mich nicht zuschanden werden (Psalm 25)

Textquelle: Unrevidierte Lutherbibel auf Biblegateway.com;
Copyright © 1545 Public Domain

(Ein Psalm Davids.)

Nach dir, HERR, verlangt mich. Mein Gott, ich hoffe auf dich; laß mich nicht zu Schanden werden, daß sich meine Feinde nicht freuen über mich. Denn keiner wird zu Schanden, der dein harret; aber zu Schanden müssen sie werden, die leichtfertigen Verächter.

HERR, zeige mir deine Wege und lehre mich deine Steige; leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich! Denn du bist der Gott, der mir hilft; täglich harre ich dein.

Gedenke, HERR, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von der Welt her gewesen ist. Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend und meiner Übertretungen; gedenke aber mein nach deiner Barmherzigkeit um deiner Güte willen!

Der HERR ist gut und fromm; darum unterweist er die Sünder auf dem Wege. Er leitet die Elenden recht und lehrt die Elenden seinen Weg. Die Wege des HERRN sind eitel Güte und Wahrheit denen, die seinen Bund und seine Zeugnisse halten.

Um deines Namens willen, HERR, sei gnädig meiner Missetat, die da groß ist.

Wer ist der, der den HERRN fürchtet? Er wird ihn unterweisen den besten Weg. Seine Seele wird im Guten wohnen, und sein Same wird das Land besitzen. Das Geheimnis des HERRN ist unter denen, die ihn fürchten; und seinen Bund läßt er sie wissen.

Meine Augen sehen stets zu dem HERRN; denn er wird meinen Fuß aus dem Netze ziehen. Wende dich zu mir und sei mir gnädig; denn ich bin einsam und elend. Die Angst meines Herzens ist groß; führe mich aus meinen Nöten! Siehe an meinen Jammer und mein Elend und vergib mir alle meine Sünden! Siehe, daß meiner Feinde so viel sind und hassen mich aus Frevel.

Bewahre meine Seele und errette mich, laß mich nicht zu Schanden werden; denn ich traue auf dich. Schlecht und Recht, das behüte mich; denn ich harre dein.

Gott, erlöse Israel aus aller seiner Not!

Copyright © 1545 Public Domain

Gott (durch Jesaja): Über’s Fasten

Eigentlich fängt am Aschermittwoch ja die Fastenzeit an … was sagt da eigentlich Gott selbst dazu ? (durch den Propheten Jesaja (58.Kapitel, Verse 3-12) an das Volk Israel, (ca. 740 bis 700 v. Chr.))

„Warum fasten wir, und du siehest es nicht an? Warum tun wir unserm Leibe wehe, und du willst es nicht wissen?“

Siehe, wenn ihr fastet, so übet ihr euren Willen und treibet alle eure Schuldiger. Siehe, ihr fastet, daß ihr hadert, und zanket und schlaget mit der Faust ungöttlich. Fastet nicht also, wie ihr jetzt tut, daß ein Geschrei von euch in der Höhe gehöret wird.

Sollte das ein Fasten sein, das ich erwählen soll, daß ein Mensch seinem Leibe des Tages übel tue, oder seinen Kopf hänge wie ein Schilf, oder auf einem Sack und in der Asche liege? Wollt ihr das ein Fasten nennen und einen Tag dem HErrn angenehm?

Das ist aber ein Fasten, das ich erwähle: Laß los, welche du mit Unrecht verbunden hast; laß ledig, welche du beschwerest; gib frei, welche du drängest; reiß weg allerlei Last; brich dem Hungrigen dein Brot und die, so im Elend sind, führe ins Haus; so du einen nackend siehest, so kleide ihn und entzeuch dich nicht von deinem Fleisch.

Alsdann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte und deine Besserung wird schnell wachsen, und deine Gerechtigkeit wird vor dir her gehen, und die Herrlichkeit des HErrn wird dich zu sich nehmen.

Dann wirst du rufen, so wird dir der HErr antworten; wenn du wirst schreien, wird er sagen: Siehe, hie bin ich! So du niemand bei dir beschweren wirst, noch mit Fingern zeigen, noch übel reden, und wirst den Hungrigen lassen finden dein Herz und die elende Seele sättigen, so wird dein Licht in Finsternis aufgehen, und dein Dunkel wird sein wie der Mittag; und der HErr wird dich immerdar führen und deine Seele sättigen in der Dürre und deine Gebeine stärken, und wirst sein wie ein gewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, welcher es nimmer an Wasser fehlet.

Und soll durch dich gebauet werden, was lange wüste gelegen ist, und wirst Grund legen, der für und für bleibe, und sollst heißen: „Der die Lücken verzäunet und die Wege bessert, daß man da wohnen möge.“

(zitiert nach: Unrevidierte Lutherbibel 1545, Copyright © Public Domain

frei nach: Psalm 73

Frei nach einem Psalm Asaphs (Psalm 73)

Gott ist immer noch der Trost seines Volkes, all derer, die reinen Herzens sind – doch ich bin abgerutscht und wäre fast abgestürzt - weil ich mich über Wichtigtuer geärgert und die Gewissenlosen um ihre Unbeschwertheit beneidet habe. Denn die werden nicht gequält und werden auch durch nichts erschüttert, die kennen das Unglück und die Plagen von Normalsterblichen nicht.

Das macht sie stolz auf ihre Überheblichkeit und aus ihrem Unrecht wird Gesetz. Sie halten sich für unverwundbar und tun was ihnen in den Sinn kommt, sie verhöhnen die Opfer ihrer Tyrannei und halten sich selbst für die Krone der Menschheit – was sie sagen soll im Himmel gelten und auf der Erde befolgt werden. Deshalb reißt auch der Zustrom bei ihnen nie ab, denn sie sagen: Gott interessiert das sowieso nicht – er wird’s wohl gar nicht wissen. … das passiert mit den Gewissenlosen: Sie werden reich und glücklich in dieser Welt.

Völlig vergeblich versuche ich mein Gewissen rein zu halten und möglichst wenig Schaden anzurichten - jeder neue Tag ist eine neue Plage und ein jeder bringt sein eigenes Strafmaß schon gleich am frühen Morgen mit sich. Doch was soll ich sonst tun? So werden wie sie und damit alle Gotteskinder verraten?

Ich zerbrach mir lange darüber den Kopf, doch ich verstand es einfach nicht – bis ich in die Gotteshäuser ging und über ihr letztendliches Schicksal nachdachte – sie gehen auf sehr dünnem Eis und das geht leicht zu Bruch; ganz plötzlich sind sie verschwunden – nach einem hässlichen Ende. Man schüttelt die Erinnerung an sie ab wie einen unschönen Traum und Gott lässt sie in Vergessenheit geraten.

Als sich mein Herz zur Faust ballte und meine Gefühle Amok liefen, tobte ich in völliger Umnachtung wie ein Tier vor Dir - trotzdem bleibst Du bei mir, nimmst mich an die Hand und führst mich mit Deiner Weisheit in Deine Herrlichkeit.

Solange ich Dich habe brauche ich weder Himmel noch Erde; auch wenn ich hier nur dahinvegetiere – Du bist mein Trost, Du bist mein Anteil. Denn die Heuchler und Scheinheiligen betrügen nicht Dich – sondern sich. Um das L(i)eben.

Da bin ich ganz froh, Gott kennen zu dürfen – ich setze meine Hoffnung auf Yahwe, meinen Schöpfer, und werde noch viel von seinem Wirken berichten.

Psalm 73 nach der Unrevidierten Lutherbibel, nach der Unrevidierten Elberfelder Bibel, nach der Schlachter-Bibel von 1951

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David: GOtt - warum hast Du mich verlassen? (Psalm 22)

zitiert nach:Unrevidierte Lutherbibel1545, Copyright © Public Domain - mehr über diese Bibel finden sie auf LutherBibel.net, die originale Schreibweise (in heutigen Buchstaben) finden Sie bei Wikisource

(Ein Psalm Davids), vorzusingen,
(nach) „Von der Hindin, die frühe gejagt wird.“

Mein GOtt, mein GOtt, warum hast du mich verlassen? Ich heule, aber meine Hilfe ist ferne. Mein GOtt, des Tages rufe ich, so antwortest du nicht; und des Nachts schweige ich auch nicht.

Aber du bist heilig, der du wohnest unter dem Lob Israels. Unsere Väter hofften auf dich, und da sie hofften, halfest du ihnen aus. Zu dir schrieen sie und wurden errettet; sie hofften auf dich und nicht zuschanden.

Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und Verachtung des Volks. Alle, die mich sehen, spotten mein, sperren das Maul auf und schütteln den Kopf:
„Er klage es dem HErrn, der helfe ihm aus und errette ihn, hat er Lust zu ihm!“

Denn du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen; du warest meine Zuversicht, da ich, noch an meiner Mutter Brüsten war. Auf dich bin ich geworfen aus Mutterleibe; du bist mein GOtt von meiner Mutter Leib an. Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe; denn es ist hie kein Helfer.

Große Farren haben mich umgeben, fette Ochsen haben mich umringet; ihren Rachen sperren sie auf wider mich wie ein brüllender und reißender Löwe. Ich bin ausgeschüttet wie Wasser; alle meine Gebeine haben sich zertrennet; mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzen Wachs. Meine Kräfte sind vertrocknet wie ein Scherben, und meine Zunge klebet an meinem Gaumen; und du legest mich in des Todes Staub.

Denn Hunde haben mich umgeben, und der Bösen Rotte hat sich um mich gemacht; sie haben meine Hände und Füße durchgraben. Ich möchte alle meine Beine zählen. Sie aber schauen und sehen ihre Lust an mir.

Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand. Aber du, HErr, sei nicht ferne; meine Stärke, eile, mir zu helfen! Errette meine Seele vom Schwert, meine Einsame von den Hunden! Hilf mir aus dem Rachen des Löwen und errette mich von den Einhörnern.

Ich will deinen Namen predigen meinen Brüdern, ich will dich in der Gemeine rühmen. Rühmet den HErrn, die ihr ihn fürchtet; es ehre ihn aller Same Jakobs, und vor ihm scheue sich aller Same Israels! Denn er hat nicht verachtet noch verschmähet das Elend des Armen und sein Antlitz vor ihm nicht verborgen, und da er zu ihm schrie hörete er’s.

Dich will ich preisen in der großen Gemeine; ich will meine Gelübde bezahlen vor denen, die ihn fürchten. Die Elenden sollen essen, daß sie satt werden, und die nach dem HErrn fragen, werden ihn preisen; euer Herz soll ewiglich leben.

Es werde gedacht aller Welt Ende, daß sie sich zum HErrn bekehren, und vor ihm anbeten alle Geschlechter der Heiden. Denn der HErr hat ein Reich, und er herrschet unter den Heiden. Alle Fetten auf Erden werden essen und anbeten; vor ihm werden Kniee beugen alle, die im Staube liegen, und die, so kümmerlich leben.

Er wird einen Samen haben, der ihm dienet; vom HErrn wird man verkündigen zu Kindeskind. Sie werden kommen und seine Gerechtigkeit predigen dem Volk, das geboren wird, daß er’s tut.

Psalm 22 nach der weitgehend “Unrevidierten” Elberfelder Bibel (1871), nach der Schlachter - Bibel von 1951 und als Audiodatei nach der Luther-Bibel von 1964 (auf Sermon-online.de)

Philippus & Jesaja: Über Jesus …

Apostelgeschichte, 8. Kapitel, Verse 26 - 40

(zitiert nach:Unrevidierte Lutherbibel1545, Copyright © Public Domain - mehr über diese Bibel finden sie auf LutherBibel.net, die originale Schreibweise (in heutigen Buchstaben) finden Sie bei Wikisource)

(…) Aber der Engel des HERRN redete zu Philippus und sprach:
“Stehe auf und gehe gegen Mittag auf die Straße, die von Jerusalem geht hinab gen Gaza, die da wüst ist.”

Und er stand auf und ging hin. Und siehe, ein Mann aus Mohrenland, ein Kämmerer und Gewaltiger der Königin Kandaze in Mohrenland, welcher war über ihre ganze Schatzkammer, der war gekommen gen Jerusalem, anzubeten, und zog wieder heim und saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja.

Der Geist aber sprach zu Philippus:
“Gehe hinzu und halte dich zu diesem Wagen!”

Da lief Philippus hinzu und hörte, daß er den Propheten Jesaja las, und sprach:
“Verstehst du auch, was du liesest?”

Er aber sprach:
“Wie kann ich, so mich nicht jemand anleitet?”

Und ermahnte Philippus, daß er aufträte und setzte sich zu ihm. Der Inhalt aber der Schrift, die er las, war dieser:
“Er ist wie ein Schaf zur Schlachtung geführt; und still wie ein Lamm vor seinem Scherer, also hat er nicht aufgetan seinen Mund. In seiner Niedrigkeit ist sein Gericht aufgehoben. Wer wird aber seines Lebens Länge ausreden? denn sein Leben ist von der Erde weggenommen.”

ausführlicher: Jesaja 52, 13 & weiter
“Siehe, mein Knecht wird weislich tun und wird erhöht und sehr hoch erhaben sein. Gleichwie sich viele an dir ärgern werden, weil seine Gestalt häßlicher ist denn anderer Leute und sein Ansehen denn der Menschenkinder, also wird er viele Heiden besprengen, daß auch Könige werden ihren Mund vor ihm zuhalten. Denn welchen nichts davon verkündigt ist, die werden’s mit Lust sehen; und die nichts davon gehört haben, die werden’s merken. Aber wer glaubt unsrer Predigt, und wem wird der Arm des HERRN offenbart?

Denn er schoß auf vor ihm wie ein Reis und wie eine Wurzel aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt noch Schöne; wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen hätte. Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, daß man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet.

Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.

Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeglicher sah auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn. Da er gestraft und gemartert ward, tat er seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut.

Er aber ist aus Angst und Gericht genommen; wer will seines Lebens Länge ausreden? Denn er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er um die Missetat meines Volkes geplagt war. Und man gab ihm bei Gottlosen sein Grab und bei Reichen, da er gestorben war, wiewohl er niemand Unrecht getan hat noch Betrug in seinem Munde gewesen ist.

Aber der HERR wollte ihn also zerschlagen mit Krankheit. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, so wird er Samen haben und in die Länge leben, und des HERRN Vornehmen wird durch seine Hand fortgehen.

Darum, daß seine Seele gearbeitet hat, wird er seine Lust sehen und die Fülle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen; denn er trägt ihr Sünden.

Darum will ich ihm große Menge zur Beute geben, und er soll die Starken zum Raube haben, darum daß er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Übeltätern gleich gerechnet ist und er vieler Sünde getragen hat und für die Übeltäter gebeten.”

Da antwortete der Kämmerer dem Philippus und sprach:
“Ich bitte dich, von wem redet der Prophet solches? von sich selber oder von jemand anders?”

Philippus aber tat seinen Mund auf und fing von dieser Schrift an und predigte ihm das Evangelium von Jesu. Und als sie zogen der Straße nach, kamen sie an ein Wasser. Und der Kämmerer sprach:
“Siehe, da ist Wasser; was hindert’s, daß ich mich taufen lasse?”

Philippus aber sprach:
“Glaubst du von ganzem Herzen, so mag’s wohl sein.”

Er antwortete und sprach:
“Ich glaube, daß Jesus Christus Gottes Sohn ist.”

Und er hieß den Wagen halten, und stiegen hinab in das Wasser beide, Philippus und der Kämmerer, und er taufte ihn. Da sie aber heraufstiegen aus dem Wasser, rückte der Geist des HERRN Philippus hinweg, und der Kämmerer sah ihn nicht mehr; er zog aber seine Straße fröhlich. Philippus aber ward gefunden zu Asdod und wandelte umher und predigte allen Städten das Evangelium, bis daß er kam gen Cäsarea. (…)

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